Es heißt Femizid! – Gedenken an die Ermordeten

80% der Gewalttaten gegen Frauen* werden nicht behördlich verfolgt. Femizide und Gewalt gegen Frauen* ist sind in unserer Gesellschaft kein Thema. Das muss sich ändern! 2020 wurden in Deutschlen 143 von Männern aus ihrem direkten Umfeld ermordet. Keine weitere darf ermordet werden! Wir wollen gemeinsam gegen die systematische Gewalt an Frauen* kämpfen. Kurz um, für ein System in dem Frauen* frei und sicher leben können!

Heute abend sind wir gemeinsam durch Haidhausen gezogen um den ermordeten Frauen* zu gedenken und auf Femizide aufmerksam zu machen. Gehen wir gemeinsam auf die Straße am 25. 11. dem Tag gegen Gewalt an Frauen*.

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We fight back – Zusammen gegen Gewalt an Frauen*!

Täglich erleben Frauen* überall auf der Welt Gewalt. Im familiären Umfeld, im Bekanntenkreis, auf der Arbeit, in Bildungseinrichtungen oder beim Feiern. Die Angst vor Gewalt, Übergriffen oder Grenzverletzungen ist für uns Frauen* ständig präsent. Wenn wir nachts alleine nach Hause gehen, ist ein mulmiges Gefühl unser Begleiter. Welche kennt nicht die Geschichten von Mädchen* und Frauen*, die angeblich schwach sind und sich nicht wehren können? Viel zu oft erfahren wir, dass unser ‘Nein’ nicht akzeptiert wird.


Jede vierte Frau* erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt, durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Jeden Tag versucht ein Mann* seine (Ex)- Partnerin* zu ermorden. Jeder dritte Versuch gelingt. Das sind keine’Beziehungsdramen’. Frauen* werden ermordet, weil sie Frauen* sind. Deutlich wird: Nicht jeder Mann* ist ein Täter, aber fast alle Täter*innen sind Männer*.

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Frauen*kampf in der Tarifrunde öffentlicher Dienst

Die Tarifrunde im öffentlichen Dienst ist vorbei! Es gab viele Streiks und eine hohe Streik-Beteiligung, trotz Corona und den medialen Angriffen. Wir haben als Offenes Frauen*Treffen mit gestreikt, bzw. diese Streiks solidarisch begleitet. Deutlich haben die Beschäftigten und vor allem die arbeitenden Frauen* gezeigt, dass sie kämpfen wollen und werden. Dass sie nicht trotz Corona, sondern gerade wegen Corona für eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst auf die Straße gehen werden! Es gab einen Abschluss, der sinnbildlich ist für die Wertschätzung von Frauen*Berufen in unserer Gesellschaft:

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Für die Selbstbestimmung über unsere Körper. Kampf dem Patriarchat.

Am 28. September war der Tag für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruches. Ein internationaler Aktionstag, welcher die immer noch herrschenden Probleme für Frauen*, die einen Abbruch durchführen lassen wollen, thematisiert. In unserer Gesellschaft ist das Thema Schwangerschaftsabbruch nach wie vor tabuisiert.

In München griffen Frauen* die grüne Farbe der Legalisierungs-Bewegung in Argentinien auf und zogen durch das Münchner Bahnhofsviertel. Kleiderbügel mit Flyer wurden großflächig verteilt. Christlichen Fundamentalisten, die im Bahnhofsviertel ihren Sitz haben und dort regelmäßig ihre ekelhaften Abtreibungsgegner-Veranstaltungen abhalten, wurde ein Besuch abgestattet. Vor dem Gesundheitsamt versammelten sich einige Frauen* für einen gemeinsamen Ausdruck und hinterließen Plakate mit Forderungen. Gerade jetzt zu Corona-Zeiten, in denen das Gesundheitssystem auf dem Prüfstand steh, müssen wir das Thema Schwangerschaftsabbrüche mit in die Diskussion mit einbringen. Zerren wir die Debatte in die Öffentlichkeit und erkämpfen wir uns die Kontrolle über unsere Körper!

Frauen*kampf ist Klassenkampf! Kundgebung vor dem Büro der Kommunalen Arbeitgeber*innen

Am 15. September fanden sich ca. 50 Personen zu einer Kundgebung vor dem Büro des Verbandes der Kommunalen Arbeitgeber*innen ein.

Der Zusammenschluss ist der Verhandlungsgegner in den aktuellen Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes. Das heißt sie streiten im Moment mit den Gewerkschaften um unsere Arbeitsbedingungen und Löhne. Genau diese Arbeitgeber*innen sind in die Verhandlungen eingestiegen mit der Ankündigung einer Nullrunde mit 3-4 Jahren Laufzeit. Die Argumentation: die Kassen sind leer wegen Corona und die Menschen im öffentlichen Dienst sollten froh sein, dass es keine Entlassungen gibt!

Kundgebung vor dem kommunalen Arbeitgeberverband „Diese Tarifrunde ist Frauen*kampf“

Seit dem 1. September laufen die Tarifkämpfe im öffentlichen Dienst. Es geht um mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Die Arbeitgeber*innen haben eine 0-Runde angekündigt, das heißt maximal Inflationsausgleich für die Beschäftigten. Das dürfen sich die Beschäftigten nicht gefallen lassen und es wird daher zu Arbeitskämpfen und Streiks kommen!

Der Kampf um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen betrifft viele gesellschaftlich notwendige Bereiche, wie die Pflege-Berufe, der Soziale- und Erziehungsdienst und der öffentliche Nahverkehr. 75% der Beschäftigten sind Frauen*. Was wir alles leisten, muss endlich anerkannt und honoriert werden!

Es ist Zeit den kommunalen Arbeitgeber*innen zu zeigen, dass für uns Solidarität nicht beim Klatschen stehen bleibt, sondern wirkliche Verbesserungen her müssen!

Kommt zur Kundgebung am Dienstag, 15. September / 17 Uhr / Hermann-Lingg-Straße 3

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst:

Frauen*berufe sind Systemrelevant

Die Covid19-Krise hat sehr deutlich gezeigt, dass gewisse Berufe gesellschaftlich zwingend notwendig sind. Dazu zählen die Care-Berufe (Pflege/Kinderbetreuung/Soziale Arbeit), Müllabfuhr, öffentlicher Verkehr, Einzelhandel etc. Weltweit wurde für ihre Leistung geklatscht und Solidarität bekundet. Uns allen ist in dieser Krise klar geworden wie sehr wir diese Berufe brauchen. 75% der systemrelevanten Berufe werden von Frauen* ausgeführt. Sie haben in der Corona-Krise alles zusammen gehalten und viel Mehrarbeit geleistet. Diese Berufsgruppen werden im Schnitt schlecht bezahlt und haben oft mit schlechten Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Viele von ihnen sind im Tarif öffentlicher Dienst (TVÖD), der ab September zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeber*innen neu verhandelt wird.

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Mahnwache am Freitag 12.06.: Femizide stoppen!

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Es heißt Femizid! Stoppt Gewalt gegen Frauen*!

Mahnwache – Freitag 12. Juni – 17:00 Uhr – Rotkreuzplatz

Jeden Tag versucht ein Mann eine Frau* zu töten, häufiger als jeden dritten Tag gelingt dies. Seit dem Jahreswechsel wurden 87 Frauen* ermordet.

Diese Morde werden leider all zu häufig in den Kontext von Familiendramen oder als Übergriffe von Tätern im psychischen Ausnahmezustand gestellt.

Wir sagen nein! Es heißt Femizid. Frauen* werden ermordet und angegriffen weil sie Frauen* sind.

Vielerorts schließen sich Frauen* zusammen um diese Gewalttaten und Morde nicht still hinzunehmen und sich gegen das patriarchale System aufzulehnen.

Als Teil der Frauen*bewegung führen wir auch unter den Bedingungen des
Corona-Ausnahmezustands unsere Kampagnen und Arbeiten fort. Gerade in der jetzigen Situation, der häuslichen Isolation, nimmt die Gewalt im persönlichen Umfeld sprunghaft zu. Eine aktuelle Studie berichtet von einem massiven Anstieg der Vergewaltigungen. 3,6% aller Frauen* wurden während des Lockdowns vergewaltigt.

Wir sagen: Schluss damit! Kämpfen wir für eine Gesellschaft, in der Frauen* frei und sicher leben können. Schließen wir uns zusammen und organisieren den Frauen*kampf. Nur wenn wir uns zusammenschließen und einen gemeinsamen Kampf organisieren können wir dieses patriarchale System stürzen. Denn das Patriarchat fällt nur mit der sozialen Revolution.

Nach einer ersten Mahnwache am 8. Mai laden wir euch nun zu einer weiteren Aktion ein. Wir veranstalten eine Mahnwache am Rotkreuzplatz mit Reden und Visualisierung der Opfer im öffentlichen Raum.