SOZIALER KAHLSCHLAG…

Täglich erreichen uns über die Presse oder unsere Arbeitsstellen neue Nachrichten, wo überall gespart werden soll. In manchen Kommunen gilt der Personaleinstellungsstopp im öffentlichen Dienst schon seit über einem Jahr, Fördermittel sind gestrichen, ganze Einrichtungen stehen auf dem Prüfstand, freie Träger erhalten keinen Tarifausgleich.
Was die Bundesregierung noch auf den Weg bringen will, klingt wie ein Horrorfilm: 73,5-Stunden-Woche, höhere Krankenkassenbeiträge, Leistungsstreichungen in der Gesundheitsversorgung, Rente mit 70,… So schnell wie der Rotstift angesetzt wird, kann man gar nicht auf dem neuesten Stand bleiben! Die Richtung ist klar: Es handelt sich um den massivsten sozialen Kahlschlag seit Jahrzehnten und dieser ist sozial komplett ungerecht.

…IST EIN ANGRIFF AUF UNSERE LEBENS- UND ARBEITSBEDINGUNGEN!

Treffen wird es nämlich vor allem uns Lohnabhängige und das gleich mehrfach:
> Es trifft uns als Lohnabhängige, die wir in Einrichtungen für Soziales, Kultur und Gesundheit arbeiten. In diesen Bereichen arbeiten mehrheitlich Frauen und queere Menschen, die verstärkt konfrontiert sind mit Reallohnverlust, Arbeitsverdichtung und zunehmender physischer und psychischer Belastung, weil sie gerne helfen wollen, aber nicht mehr können. Auch über diese Bereiche hinaus werden Arbeitsbedingungen durch mehr Arbeit und weniger Geld angegriffen.
> Es trifft uns als diejenigen, die auf Leistungen und soziale Angebote angewiesen sind. Aktuell werden vor allem solche für Kinder und Jugendliche, Migrant:innen und Geflüchtete, Menschen mit Behinderungen und Alleinerziehende (meist Mütter) gestrichen. Dabei wird es aber nicht bleiben. Die Anhebung der Krankenkassenbeiträge und die Streichung medizinischer Leistungen betreffen breitere Teile der Bevölkerung.
> Betroffen sind wir als Familien, Angehörige, Freund:innen, als Gesellschaft, denn wir werden auffangen müssen, was der Staat nicht mehr leistet. In Zukunft sollen wir neben einem 13-Stunden-Arbeitstag noch mehr unbezahlte Care-Arbeit leisten.
Die Frage, wie die Versorgung von Menschen stattfinden soll, spielt im Kürzungswahn einfach keine Rolle. Menschen werden als Haushaltsposten gehandelt. Was mit ihnen passiert, ob sie gut leben können oder nicht, interessiert nicht. Vielleicht kümmert sich die Mutter oder die Partner:in zu Hause – wenn nicht, ist es dem Staat auch egal. Das ist eine zutiefst menschenverachtende Politik: Es wird mit Menschenleben gespielt.

DAS IST KEIN ERGEBNIS VON MISSMANAGEMENT!

Das ist keine Misskalkulation oder persönliches Versagen von Politiker:innen, sondern knallharte kapitalistische Profitlogik. Die deutsche Wirtschaft steckt in einer strukturellen Krise. Damit die Besitzenden und Aktionär:innen der Unternehmen und Konzerne schnelle
Profite machen können, soll unsere Arbeitskraft immer stärker ausgepresst werden. Dafür schafft die Politik die nötigen Arbeitszeit- und Rentengesetze.
Dabei besitzen die reichsten 10 Prozent in Deutschland jetzt schon mehr als 50 Prozent des Vermögens. Um den Reichtum dieser 10 Prozent zu sichern und auszubauen, braucht es Absatzmärkte, Ressourcen und Einfluss auf Billiglohnländer. Keine Überraschung also, dass sich die Verteilung der Ausgaben im Bundeshaushalt in Richtung Militarisierung und Aufrüstung verschoben hat. Diese sind auf einem historischen Höchststand und werden weiter steigen. Krieg ist schon immer ein lukratives Geschäft gewesen und soll einem wirtschaftlich strauchelnden Staat angeblich dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Die Gelder für Gesundheit sind im Gegenzug dazu drastisch gesunken.
Um für diese Politik gesellschaftliche Zustimmung zu bekommen, wird versucht, ein moralisches „Wir“ zu schaffen: Wir müssen unsere Wirtschaft retten. Wir müssen uns gegen einen gemeinsamen Feind von
außen schützen.

WEHREN WIR UNS!

Dass es hier nicht wirklich um ein wir und uns geht, nehmen immer mehr Menschen wahr. Viele kritisieren die soziale Ungerechtigkeit, halten Reichtum für ungerecht verteilt, sind für Vermögens- und Erbschaftssteuer. Wollen keinen Krieg, keine militarisierte Gesellschaft, sondern Frieden!
Das Geld für eine Gesellschaft, die nach Bedürfnissen und nicht nach Profiten organisiert wird, ist da, nur in den falschen Händen. Mit einer gerechten Verteilung des Reichtums könnten wir viel umsetzen, das wir brauchen und uns wünschen: Vergesellschaftung der Care-Arbeit, Ausbau der Kinder- und Jugendhilfe, Gewaltschutz, bessere Arbeitsbedingungen, mehr kulturelle und soziale Angebote und vieles mehr. Das ganze muss kein Traum, keine Utopie bleiben: Wir sind viele, mehr als diejenigen, die uns unseren Lebensunterhalt und unsere Zeit nehmen wollen. Wir sind diejenigen, die den Laden am Laufen halten!
Wenn wir uns zusammenschließen und uns weigern, die kapitalistische Mühle in Gang zu halten, können wir wirkmächtigen Druck aufbauen, Angriffe abwehren und uns Verbesserungen erkämpfen. Keiner wird uns diese Verbesserungen schenken. Errungenschaften wie der 8-Stunden-Tag wurden nicht aus Nettigkeit eingerichtet, sondern verlustreich erkämpft. Feministischer Fortschritt wurde durch starke Proteste errungen, auch in jüngster Zeit.
Tauscht euch mit Kolleg:innen im Betrieb, mit Kommiliton:innen in der Uni, mit Freund:innen aus. Sprecht darüber, wie ihr die Auswirkungen der Kürzungen erlebt. Schließt euch zusammen, vernetzt euch und werdet gemeinsam aktiv – durchbrecht die Vereinzelung. Organisieren wir uns, bereiten wir uns auf kommende Streiks und Proteste vor. Wir werden nicht stillschweigend zusehen wie die Kürzungen weitergetrieben werden
und wie unsere Lebensgrundlage ausgehöhlt wird!

Solidarische Stadt bauen am Tag des öffentlichen Dienstes

Am Tag der öffentlichen Dasseinsvorsorge (23. Juni) haben wir uns als Betriebliche aus Care-Berufen, Gewerkschafter:innen und Feminist:innen den öffentlichen Raum genommen.

Ohne unsere tägliche Arbeit in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Jugendämtern, Sozialbürgerhäusern uvm. könnte ein gesellschaftliches Leben nicht funktionieren. Seit Jahren herrschen in diesen Bereichen schwierige und belastende Arbeitsbedingungen. Jetzt kommen die Kürzungen oben drauf. Wir sind am Limit!

Den Aktionspavillion nutzten wir um uns auszutauschen, zu vernetzen und Perspektiven sichtbar zu machen:

*Mit dem gemeinsamen Schreiben von Überlastungsanzeigen wurde ein Raum geöffnet die Vereinzelung zu durchbrechen, die wir im Arbeitsalltag oft erleben.

*Wir haben unsere Utopien beim Basteln einer solidarischen Stadt sichtbar gemacht: Polikliniken, vergesellschaftete Care-Arbeit, feministische Safe Spaces, kostenlose Kultur- und Sportangebote, gut ausgebauter ÖPNV und viel grün statt Individualverkehr….

Wir werden weiter aktiv sein und für ein gutes Leben für alle kämpfen!

Der Aktionspavillion war teil der Aktionswoche von der Bundesweiten feministischen Streikvernetzung. Mehr Infos dazu findet ihr hier: https://feministischerstreik.org/

Internationaler feministischer Kampftag 2026

Unter dem Motto “Feministisch Kämpfen – Raus zur feministischen Revolution!” waren wir am internationalen feministischen Kampftag mit ca. 7.000 Menschen auf der Straße! Laut und kämpferisch zogen wir durch die Innenstadt für internationale Solidarität und für die feministische Revolution!

Am Demonstrationszug haben wir auch eine Schweigeminute allen Frauen und Queers gedacht, die heute nicht mehr bei uns sind als Resultat patriarchaler und imperialistischer Gewalt.


Gegen Ende der Demo sendeten Genossinnen mit einem Bannerdrop eine Nachricht der Solidarität an alle Frauen, die damals wie heute, für die Revolution kämpfen.
Die Demo verlief größtenteils ungestört. Ein paar Zionisten, die sich an den Rand unserer Demo verirrt haben, wiesen wir konsequent in ihre Schranken.

Auch von der Polizei ließen wir uns nicht einschüchtern, trotz eines großen Polizeiaufgebots.

Wir danken allen die mit uns auf der Straße waren und die mit uns Seite an Seite stehen für die feministische Revolution!

Auf die Straße am Tag gegen Gewalt an Frauen!!

Gewalt gegen Frauen ist kein neues Phänomen, doch durch Vernetzungen in Chats und Foren bildet sich ein regelrechtes Gewaltnetzwerk, welche Gewalt gegen Frauen im Internet und im echten Leben normalisiert. Dagegen müssen wir uns wehren!

Auch du willst etwas an den bestehenden Verhältnissen was ändern? Komm mit uns am 25. November auf die Straße!

18 Uhr, am Geschwister Schollplatz.

Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall! Sexismus bekämpfen, überall!

Wenn Musiker ihre Macht ausnutzen…

Till Lindemann spielt am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, in der Olympiahalle in München. Die Stadt München entscheidet sich aktiv an diesem Tag einem Mann – der von mehreren Frauen beschuldigt wird, seine Machtposition auszunutzen – eine Bühne zu bieten. Unsere Genossin erzählt in diesem Video von ihrer eigenen Erfahrung von Übergriffen durch Männer in der Musikbranche.

Auch du willst etwas an den bestehenden Verhältnissen was ändern? Komm mit uns am 25. November auf die Straße!

18 Uhr, am Geschwister Schollplatz.

Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall! Sexismus bekämpfen, überall!

Frauenhäuser statt Kürzungen!!

Kürzungen in den Kommunen, Investitionen in die Kriegswirtschaft und Gewalt gegen Frauen – das hängt alles zusammen. Wenn unsere Steuergelder in die Subventionierung von Unternehmen wie Siemens fließen, die sich am Krieg dämlich verdienen, nicht aber in Frauenhäuser und Jugendangebote, dann läuft etwas nicht richtig.

Auch du willst etwas an den bestehenden Verhältnissen was ändern? Komm mit uns am 25. November auf die Straße!

18 Uhr, am Geschwister Schollplatz.

Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall! Sexismus bekämpfen, überall!

Zusammen können wir die Verhältnisse überwinden!

Als Frauen sind wir in verschiedensten Lebenslagen geschlechterspezifischer Gewalt ausgesetzt. Der effizienteste Schutz dagegen ist Gemeinschaft. In diesem kapitalistischen System ist alles daran angesetzt solidarische Gemeinschaften zu unterbinden aber nur zusammen sind wir stark und nur zusammen können wir diese Verhältnisse überwinden. Lasst uns solidarisch zusammen stehen, gegen Patriarchat und gegen das Kapital!

Auch du willst etwas an den bestehenden Verhältnissen was ändern? Komm mit uns am 25. November auf die Straße!

18 Uhr, am Geschwister Schollplatz.

Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall! Sexismus bekämpfen, überall!

Am Safe Abortion Day haben wir den anhaltenden Kampf für körperliche Selbstbestimmung sichtbar gemacht!

Auf dem Weißenburgerplatz wurden in Reden über den Tag und seine Bedeutung aufgeklärt und Kleiderbügel* mit Parolen und Forderungen wurden aufgehängt. Zum Abschluss sind wir noch durch Haidhausen gezogen und haben auf den Safe Abortion Day aufmerksam gemacht!

Wir kämpfen weiter für körperliche Selbstbestimmung und dafür, endlich unsere resproduktiven Rechte zu erlangen!

Weg mit Paragraf 218!

*Der Kleiderbügel ist ein Symbol im Kampf um sichere und kostenfreie Schwangerschaftsabbrüche, da er in Notlagen oft von Frauen verwendet wurde, um Abbrüche druchzuführen. Denn Abtreibungsverbote setzten das Leben von Schwangeren aufs Spiel!

Safe Abortion Day 2025

Am 28.09. jährt sich der Safe Abortion Day. Dieser Tag sollte ursprünglich die Dekriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Lateinamerika in den 90er Jahren feiern. Mittlerweile findet der Tag auch international Anerkennung – denn täglich kämpfen wir Frauen für die Autonomie über unsere eigenen Körper und für die medizinische Versorgung, die eigentlich grundlegend sein sollte. Wir haben auch in Deutschland bereits eine bedingte Straffreiheit von Schwangerschaftsabbrüchen erreicht. Aber dieses hart erkämpfte – und nicht ausreichende – Recht ist leider keine Selbstverständlichkeit. Wenn wir nicht für die Erhaltung unserer Rechte kämpfen, werden sie uns von rechten und reaktionären Kräften wieder genommen.

Wir treffen uns am 28.09 am Weißenburger Platz um 17:30 Uhr zum gemeinsamen Cornern, um den Safe Abortion Day zu feiern und um gleichzeitig unseren anhaltenden Kampf für körperliche Selbstbestimmung in unserer Stadt sichtbar zu machen. Kommt vorbei!