Am 20. November wird es einen feministischen Stadtspaziergang durch die Maxvorstadt geben. Übergriffiges Verhalten in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz ist für uns Frauen Alltag. Am häufigsten erleben Frauen Gewalt im privaten Umfeld. Dagegen wehren wir uns und fordern ein Leben in Sicherheit und Freiheit für Frauen auf der ganzen Welt. Beim Stadtspaziergang werden wir Orte besuchen, über die aktuelle Situation informieren und unsere Forderungen durch Aktionen ins Stadtbild einbringen. Ihr seid <3-lich eingeladen. All gender welcome!

Treffpunkt: 20.11. 16.00 Uhr, Geschwister-SchollPlatz
Frauen kämpfen international, gegen Sexismus, Krieg und Kapital! 

Gewalt gegen Frauen ist Alltag – gemeinsam feministisch kämpfen!

Jeden Tag sind wir damit konfrontiert : Sexuelle Belästigung, Übergriffe, Gewalt. Für uns Frauen ist das alltäglicher Bestandteil unseres Lebens. Ob wir im Bus den Sitzplatz wechseln, einen Umweg in den Kauf nehmen oder lieber nicht mehr auf die Firmenfeier gehen. Ständig müssen wir uns mit sexistischem, grenzüberschreitendem Verhalten auseinandersetzen und versuchen, Auswege zu finden. 

 

Wir Frauen müssen immer verteidigungsbereit sein und wissen, wie wir uns gegen aufdringliche Männer schützen können. Um Übergriffen ausgesetzt zu sein, reicht es als Frau wahrgenommen zu werden. Wir können uns nicht auf den Schutz anderer verlassen , sondern müssen uns selbst  zur Wehr zu setzen. 

 

Es ist wichtig, dass wir uns immer wieder klar machen, dass es sich dabei nicht um ein individuelles Problem handelt. Wir sind nicht alleine damit. Und zusammen ist es viel leichter sich zu wehren! Wir müssen uns gegenseitig Mut machen, uns zuhören und gemeinsam laut sein. Wir dürfen dem Typen im Bus sagen, dass er uns nicht anzustarren hat und müssen niemandem ein nettes Lächeln schenken, wenn wir nicht wollen!

 

Gewalt, die sich gegen Frauen richtet gibt es aber nicht nur im öffentlichen Raum, die meisten Übergriffe passieren im privaten Umfeld. Einer der gefährlichsten Orte für Frauen ist ihr Zuhause. Während der Pandemie haben finanzielle Sorgen, Arbeitslosigkeit, Angst und Depression zu einem Anstieg von partnerschaftlicher Gewalt  geführt. Gerade befinden wir uns mitten in der nächsten Krise, die Preise explodieren. Lebensmittel, Sprit und Gas sind für die Meisten kaum noch bezahlbar, so haben sich z.B. die Gaspreise in den letzen zwei Jahren in München mehr als verdreifacht. Die Situation ist angespannt und  leider schlägt sich das oft im Privaten nieder. Frauen sind davon besonders betroffen. Wir müssen damit rechnen, dass die partnerschaftliche Gewalt zunimmt und es für Betroffene noch schwerer wird sich aus solchen Beziehungen zu lösen. Besonders wenn sie kein eigenes, oder ein sehr geringes Einkommen haben und Kinder involviert sind.

        

Um diese Abhängigkeitsverhältnisse zu durchbrechen müssen wir für Verbesserungen kämpfen, für einen besseren Zugang zu Beratungsstellen, für mehr Frauenhausplätze und Schutzräume. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, bessere Bezahlung für die sogenannten Frauenberufe, sichere Arbeitsplätze und Beratungsangebote an die man sich dort wenden kann. Das Ehegatten splitting muss aufgehoben werden, denn es führt häufig zu Abhängigkeit und Altersarmut. Außerdem braucht es schon bei Kindern und Jugendlichen eine bessere Aufklärung und Bildung.

 

Uns muss aber klar sein, dass wir bei diesem Kampf immer wieder an die Grenzen dieses  Systems stoßen werden. Im kapitalistischen System, in dem die wirtschaftlichen Interessen immer wichtiger sein werden als die sozialen. Ein System, das von der Unterdrückung von uns Frauen profitiert: wir sind billige Arbeitskräfte und übernehmen immer noch 80 % der unbezahlten Haus- und Pflegearbeit. Durch die strukturelle Gewalt gegen uns Frauen, werden diese Verhältnisse aufrecht erhalten und verfestigt. Durch physische und psychische Angriffe, sexuelle Übergriffe oder Androhung von Gewalt werden wir klein gehalten. Die Täter werden durch das kollektive Wegsehen der Gesellschaft und ihre Machtposition im Beruf oder der Familie geschützt. Das Patriarchat, in dem wir leben, basiert auf diesem System der Macht und Abhängigkeit und den festgeschriebenen Rollenbildern der Geschlechter,von denen vor allem Männer profitieren. Die untergeordnete Rolle der Frau und die permanente gewaltvolle Unterdrückung sind so gegenwärtig, dass sie oft als naturgegeben hingenommen werden. 

 

Wir werden nur etwas erreichen wenn wir begreifen, dass wir diese Verhältnisse verändern können. Wir müssen gemeinsam kämpfen, hier in München, landesweit und international.

 

Weltweit werden Frauen unterdrückt und weltweit kämpfen sie dagegen. So etwa im selbstverwalteten Gebiet Rojava in Nord-Ost Syrien. Dort tötet der NATO-Partner Türkei gezielt mit Drohnenmorden kurdische Aktivistinnen. Am 18. August etwa, wurde ein Bildungszentrum für Mädchen angegriffen, 4 wurden getötet, 11 verletzt. Trotz der Repression haben die Frauen bereits sichtbare Erfolge erkämpft, es sind Frauenkooperativen, Frauengerichte und eigene Frauenverteidigungseinheiten entstanden.

 

Auch im Iran kämpfen die Frauen für ihre Freiheit. Unter der Parole “Jin Jiyan Azadî” – Frau, Leben Freiheit, gehen sie seit der Ermordung der 22 jährigen Kurdin Jina Mahsa Amini durch die Sittenpolizei auf die Straße. Feministinnen, Studierende und Arbeiter:innen kämpfen und streiken gemeinsam für ein Leben ohne Unterdrückung.       

 

Auch hier müssen wir uns gegen das patriarchale System zur Wehr setzen, für eine andere Gesellschaft, für ein Leben in  Sicherheit und Freiheit kämpfen. Schließt euch zusammen,trefft und organisiert euch mit anderen Frauen, denn gemeinsam sind wir stark. Unsere Forderung nach einem Leben ohne Gewalt und Unterdrückung wollen wir am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auf die Straße tragen. Wir wollen laut und sichtbar sein und uns den Raum nehmen, der uns zusteht.

 

Hoch die Internationale Solidarität!

Kommt zu unserem feministischen Fest im Köşk.

Wir wollen der strukturellen Unterdrückung von Frauen in unserer Gesellschaft ein empowerndes, kollektives Erlebnis entgegensetzen.

Gemeinsam wollen wir diskutieren und lernen, aber auch zusammen feiern und Spaß haben.

Deshalb haben wir ein buntes Programm zusammen gestellt: Es wird eine Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen und ein Selbstbehauptungs-Workshop stattfinden. Ausserdem haben wir Künstlerinnen eingeladen, mit denen wir Skulpturen und Textilien designen.

Wir lassen den Tag gemeinsam zu Musik ausklingen. Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt.

Während der Workshops bieten wir eine Kinderbetreuung an. Meldet euch dafür  bitte per Mail an, damit wir besser planen können.

(1) Zu den Workshops eingeladen sind Personen, die als Frauen gelesen werden und/oder als solche leben. Wir wollen einen Schutzraum bieten, in dem Frauen ihre spezifischen Erfahrungen mit dem Patriarchat austauschen und sich gegenseitig unterstützen können. Die Podiumsdiskussion und das Musikprogramm sind all gender.

Kämpferischer Frauenkampftag 2022 in München

Dieses Jahr im begingen wir den 8. März im Zeichen des Frauenstreiks! Wir starteten mit einem Aufruf an die Schüler:innen der Fachakademien für Soziales und Pädagogik Giesing, sich an dem Aktionstag zu beteiligen. Denn wir gingen mit den Streikenden aus dem Sozial- und Erziehungsdienst auf die Straße.

 

Wir verbrachten den Nachmittag mit den Beschäftigten des sozialen Bereichs bei ihrer Streikkundgebung. Ein interaktives Aktionszelt lud zum Austausch ein. Gemeinsam schrieben wir unsere Forderungen auf Schilder. Denn wir stehen zusammen für die Verbesserungen der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen. Mit einem Grußwort auf der Gewerkschaftskundgebung richteten wir unsere Solidarität an die 800 Kolleg:innen, die heute in München ihre Arbeit niederlegten.

Die Demo des Aktionsbündnis 8. März vereinte die Forderung nach der politischen Aufwertung der Care-Arbeit mit den feministischen Kämpfen. Ein starker Ausdruck von Gewerkschaftsfrauen und Aktivist:innen prägte den vorderen Bereich. Dem schloss sich die kämpferische Stimmung unserer lateinamerikanischen Genossinnen Niunamenos München und kurdischen Freundinnen an. Ein Feuerwerk und Konfetti grüßte die 2.500 Menschen, die sich für die Interessen von Frauen auf der Straße vereinten.

Im Anschluss an die Bündnis-Demo zogen wir entschlossen zum We won`t shut up-Festival in der Glockenbach-Werkstatt weiter. Wir machten lautstark klar, dass es Frauenbefreiung nur mit der sozialen Revolution geben kann. Mit rotem Rauch kamen 500 Personen im Glockenbachviertel an.

Am 8. März 2022 zeigten in München viele Menschen, dass sie keinen Bock mehr auf Unterdrückung und Ausbeutung haben. Dass wir die Schnauze voll haben von alltäglichem Sexismus. Dass wir für unsere Selbstbestimmung kämpfen. Und das geht nur mit dem Sturz des Patriarchats und der Abschaffung des Kapitalismus. Dafür kämpfen wir 365 Tage im Jahr! Wir sind bereit für den feministischen Generalstreik!

[8. März] Feministisch streiken – Gegen Patriarchat und Kapitalismus

Am 8. März gehen wieder weltweit Millionen Menschen für die Rechte von Frauen auf die Straße. Dieses Jahr verknüpfen wir unseren Kampf mit dem Arbeitskampf der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Kämpfen wir für die ökonimischen Interessen von lohnabhängigen Frauen.  Wir rufen dazu auf feministisch zu streiken! Hier unser Aufruf:
Es ist Streikzeit! – Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst
Der Tarifvertrag der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) ist gekündigt. Das heißt, dass die Arbeitgeber:innen und die Gewerkschaft Ver.di, als Arbeitnehmer:innenvertretung, Teile des Tarifvertrags neu verhandeln. Jetzt geht es darum mit Druck von unten die Kinder- und Jugendarbeit, Teile der Heilpädagogischen Arbeit und die Soziale Arbeit aufzuwerten. Diese Berufe sind in dieser Gesellschaft notwendig und unabdingbar. Doch das heißt nicht, dass die Beschäftigten für Ihre Arbeit gerecht entlohnt werden oder die Arbeitsbedingungen angemessen sind. Im Gegenteil! Die Beschäftigten des SuE leiden unter hohen Belastungsfaktoren: Personalmangel, Überstunden, zu wenig Vorbereitungszeit, unzureichende Infrastruktur usw., hinzu kommt die zugespitzte Coronakrise, die den Beschäftigten ihre letzten Kräfte kostet. Dennoch werden die Arbeitgeber:innen den Beschäftigten nichts schenken. Verbesserungen müssen hart erkämpft werden und das geht nicht ohne Streik. Solidarität ist von allen gefragt. 

 

Weil ihr für uns alle streikt!
Liebe Eltern, Klient:innen, Angehörige, lasst den Frust nach Oben los! Unterstützt eure Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen und Pfleger:innen in Ihrem Arbeitskampf. Sie verdienen Anerkennung, Wertschätzung, gute Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt. Seid wütend auf die Richtigen: die Arbeitgeber:innen und den Staat, der Milliarden in Konzerne pumpt und im sozialen Bereich einspart.

 

Für gute Arbeit braucht es gute Arbeitsbedingungen!
Es sind also nicht nur die Beschäftigten, die profitieren. Kinder, Jugendliche und Klient:innen brauchen Verbesserungen in den Einrichtungen, um bedürfnisbezogen betreut werden zu können. Also zeigen wir uns solidarisch, kämpfen wir gemeinsam! Es ist Zeit echte Solidarität zu entwickeln und für gemeinsame Interessen einzustehen, statt halbherzig Beifall zu klatschen.

 

Überbelastet, ungesehen, un(ter)bezahlt
Dieses System braucht reproduktive Tätigkeiten: die Erziehung von Kindern, die Pflege von Kranken, Älteren oder Menschen mit Behinderungen und die Jugendarbeit sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Ohne läuft nichts. Früher gänzlich von Müttern, Töchtern und Großmüttern unbezahlt Zuhause verrichtet, werden Teile der reproduktiven Arbeit nun zwar öffentlich getätigt, doch immer noch werden diese mehrheitlich von Frauen und für wenig Lohn ausgeführt. Ver.di gibt an, dass im Sozialen Dienst 80% Frauen arbeiten, in den Kitas sind es sogar 95%. Bei den Pflegekräften stellen Frauen 80% der Beschäftigten. Auch in nicht-reproduktiven Bereichen, wie dem Einzelhandel, gibt es Tätigkeiten mit miesen Arbeitsbedingungen, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden. Und für die meisten Frauen hört es nach der Lohnarbeit nicht auf. In den Kleinfamilien sind es immer noch die Frauen, die sich um Kinder und Haushalt kümmern. Die Überbelastung in den sozialen Berufen bekommen gerade wir Frauen, die den größten Teil der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit leisten, zu spüren. Um dies zeitlich unter einen Hut zu bekommen, arbeiten sehr viele Frauen nur in Teilzeit. Das Ergebnis davon ist, dass für viele Frauen die eigene Rente nicht zum Leben reicht. Dagegen wollen wir uns wehren!

 

8. März auf die Straße gegen Patriarchat und Kapitalismus – feministisch streiken!
Am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, gehen wir gemeinsam laut und kämpferisch auf die Straße und zeigen, dass wir die Nase gestrichen voll haben! Wir zerren die bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit aus dem Verborgenen und machen sichtbar, was wir Frauen tagtäglich leisten! Verbinden wir den historischen Kampftag mit der dringend notwendigen Aufwertung nach dem Wert der Arbeit von Frauen.

 

Im Kontext einer international erstarkenden Frauenbewegung streiken wir auch in Deutschland für die Befreiung der Frau. Wir streiken dafür, dass wir nicht in Armut leben müssen, wenn wir gesellschaftlich notwendige Arbeit leisten, ob bezahlt oder unbezahlt. Wir kämpfen für ein Ende der patriarchalen Gewalt und dem alltäglichen Sexismus. Wir organisieren uns gegen die systematische Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen, für ein selbstbestimmtes Leben. Dafür müssen wir mit dem kapitalistischen System, das nicht ohne die patriarchalen Strukturen auskommt, Schluss machen und für eine klassenlose Gesellschaft einstehen.

 

Wir wollen zeigen, dass ohne uns die Welt still steht. Machen wir uns auf den Weg zum feministischen Generalstreik! Der 8. März 2022 ist dafür ein guter Anfang!

WE FIGHT BACK: TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN

Am 27.11.2021 veranstalteten wir gemeinsam mit dem Aktionsbündnis 8.März eine Demo unter dem Motto gegen Gewalt an Frauen „WE FIGHT BACK!“. 
Weltweit ist Gewalt gegen Frauen Alltag. Weltweit schließen sich Frauen zusammen um gegen Gewalt und Unterdrückung zu mpfen. Für uns ist es bestärkend zu sehen, dass sich Frauen international erheben und dadurch etwas verändern. Deshalb haben wir in der Bündnisrede über die Kämpfe aus anderen Ländern berichtet. 

 

Jede vierte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Um gegen häusliche und partnerschaftliche Gewalt zu demonstrieren waren in München ca. 600 Menschen auf der Straße. 
Mit unserer Demo haben wir gegen die systematische Unterdrückung von Frauen protestiert und ein Zeichen für den gemeinsamen Kampf gegen Patriarchat und Kapitalismus gesetzt. Wir haben einen lauten und selbstbestimmten Ausdruck ins Viertel getragen. 

 

Feuerwerk, laute Parolen, Rauchfackeln und leuchtende Schilder sorgten für einen bunten und kämpferischen Ausdruck. Auch von der Polizei haben wir uns nicht aufhalten lassen.  Mit Redebeiträgen haben wir Anwohner*innen und Passant*innen auf unser Thema aufmerksam gemacht. 
Passend zu unserer Demo haben wir im Internet eine Aktion entdeckt, bei der die rechte und sexistische Burschenschaft Sudetia angegriffen wurde. Da deren Haus auf unserer Route lag, haben wir deutlich gemacht, dass auch wir keinen Bock auf reaktionäre, rückschrittliche und frauenverachtende Vereinigungen haben.   

 

Auf der Schlusskundgebung gab es verschiedene Beiträge. Geflüchtete aus Sierra Lione berichteten von ihrer prekären Lebenssituation hier in Deutschland und ihrem Kampf für einen sicheren Aufenthalt. Eine Abschiebung bedeutet für viele untragbare Lebensbedingungen oder den Tod. Ni una Menos hielt eine Rede über die Situation von migrantischen Frauen in Deutschland. Eine Frau berichtete von der Kurdischen Frauenbewegung. In einem Poetry wurde die strukturelle Gewalt an TransPersonen t,hematisiert. Abgerundet wurde die Kundgebung durch verschiedene Musikbeiträge und einer beeindruckenden Tanzperformance. 
Für uns ist klar dass wir innerhalb dieses Systems keine sichere und selbstbestimmte Gesellschaft für Frauen erreichen werden. Dennoch ist es wichtig die Situation für Frauen Stück für Stück zu verbessern. Wir hören nicht bei dieser Demonstration auf. Lasst uns weiterhin gemeinsam gegen Patriarchat und Kapitalismus mpfen. 
Wir freuen uns schon auf den 8. März! 
Frauen kämpfen International – gegen Sexismus, Krieg und Kapital!

25. November: Tag gegen Gewalt an Frauen

Gewalt gegen Frauen* ist Alltag.   Im familiären Umfeld, im Bekanntenkreis, auf der Arbeit, in der Schule, in der Uni oder beim Feiern. Die Angst vor Gewalt, Übergriffen oder Grenzverletzungen ist für uns Frauen* ständig präsent. Die meisten Übergriffe finden zu Hause statt, an dem Ort an dem wir Frauen uns eigentlich sicher fühlen sollten. Während der Pandemie sind  Fälle häuslicher Gewalt in Deutschland  um 6% angestiegen.  2/3 der erfassten Personen sind Frauen.  Fast immer kommt der Täter aus dem nahen Umfeld der Frau* und fast immer gibt es keine Konsequenzen für ihn. Jede vierte Frau* erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt, durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann* seine (Ex)- Partnerin* zu ermorden.  Jeder dritte Versuch gelingt.

Wir wollen aber nicht nur von Tätern sprechen, sondern auch über die kapitalistischen Verhältnisse, in denen wir leben. Denn Mittäter sind der Staat, die Medien, die Öffentlichkeit, Arbeitgeber*innen oder die Justiz. Diese verfestigen männliche Privilegien, durch die Gewalt gegen Frauen* kleingeredet und legitimiert wird. Wir werden als  billige Arbeitskräfte gesehen  und schlechter bezahlt, oder garnicht wenn es um Haushalt, Erziehung und Pflege geht. Dadurch geraten Frauen* häufig in Abhängigkeitsspiralen, die wiederum erschweren sich von gewalttätigen Partnern zu trennen. Klein-Familienstrukturen, gemeinsames Sorgerecht und Wohnungsnot verstärken diese Probleme. Gerne wird uns dann vermittelt wir wären alleine, wehrlos und sein selbst Schuld an der Situation.
        
Doch so muss es nicht weitergehen. Um sich diesen patriarchalen  Strukturen zu widersetzen müssen wir uns als Frauen* gegenseitig unterstützen. Wir müssen zuhören und die Betroffenen ernst nehmen! Wir müssen die Verhältnisse als veränderbar begreifen. Wir wollen nicht länger wegsehen: lasst uns das Schweigen brechen!  
Wir sind viele und unsere Wut ist groß, lasst uns unsere Kräfte bündeln und diese gegen die Täter richten. Im privaten Umfeld, genauso wie auf der Straße, in der Schule, Uni, am Arbeitsplatz. 
Kommt mit uns am 27. November auf die Straße! Wir wollen lautstark ein Zeichen setzten, wir lassen uns nicht einschüchtern! Rührt ihr eine an antworten wir alle!

Wir Entscheiden Selbst – Safe Abortion Day

Am 29. September dem internationalen Safe Abortion Day haben wir zu einem Flashmob durch Haidhausen mobilisiert.

Am Orleonsplatz schrieben wir auf Umzugskartons unsere Forderungen um sie dann unter lauten rufen vor das Gesundheitsministerium zu stellen und dort eine symbolische Mauer zu errichten.

250 Menschen zogen gemeinsam mit Töpfen, pfeifen und Parolen durch die Straßen. Die Stimmung war hamma. Klar ist: Wir wollen uns das nicht länger gefallen lassen! Wir sind viele, wir wollen gehört werden und wollen unsere Freiheit auf der Straße erkämpfen!

Denn ob wir uns für ein Kind entscheiden können hängt davon ab, ob wir genug Geld verdienen, ob wir die Miete bezahlen können, ob wir das alles auch alleine Stemmen können, oder ob wir auf eine Familie angewiesen sind.

Deshalb muss unser Kampf für eine selbstbestimmte Sexualität und Mutterschaft, das kapitalistische System in Frage stellen. Wirkliche Entscheidungsfreiheit für oder gegen Mutterschaft ist erst in einer Gesellschaft ohne patriarchale und soziale Unterdrückung möglich.

Die Forderungen, die von Frauen* aufgeschrieben wurden richten sich gehen die systematische Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen*.

Eine zentrale Rolle wenn es um das Thema Kinder geht ist die Betreuungssituation. Jährlich fehlen in Deutschland 360Tausend Kitaplätze. Bekommt Frau keinen Kitaplatz in einer öffentlichen Einrichtung, gibt es nur noch die Option einer überteuerten privaten Kita. Diese sind nur für Reiche finanziell erschwinglich. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen in Kitas und Kindergärten sehr schlecht. 95% die in diesem Bereich arbeiten sind Frauen*. Wir fordern einen höheren Personalschlüssel sowie mehr Lohn für alle Beschäftigten im Erziehungsdienst!

WE STRIKE BACK – Weil Kinderbetreuung nicht flexibel ist

Wanted: Die Besitzer der Mode Ketten H&M (Stefan Persson) und der Besitzer von Zara (Amancio Ortega Gaona) gehören zu den reichsten Männern der Welt. Diesen Reichtum erwirtschaften sie auf Kosten von Arbeiter*innen auf der ganzen Welt. Menschenrechte, Arbeitsrechte und Frauen*rechte, werden immer hinter den Profiten angestellt.

Unter dem Deckmantel von Corona wurden viele Filialen der Modeketten geschlossen, oder Teile der Beschäftigten entlassen. Dabei richtete sich die Personalchef*innen ganz besonders gegen Mütter, forderten mehr Flexibilität und drohten mit Kündigung! Konkret heißt das, immer abrufbar zu sein, auch abends und am Wochenende. Das ist für viele Frauen* unmöglich. Denn Frauen leisten neben der Lohnarbeit auch noch einen ganzen Haufen unbezahlter Reproduktionsarbeit. Pflege von Angehörigen, Kinder ins Bett bringen, Hausaufgaben kontrollieren: Das ist nur mit festen Arbeitszeiten vereinbar!

Über den Sommer diesen Jahres liefen die Tarifverhandlungen im Einzelhandel. 75% der Angestellten im Einzelhandel sind weiblich. Die Löhne in dieser Branche reichen häufig nicht zum Leben und führen in die Altersarmut. Die Beschäftigten zeigten durch ihre Streikbereitschaft klar, dass die Arbeitsbedingungen und Löhne sich schleunigst verbessern müssen. Wir sind solidarisch mit allen Beschäftigten im Einzelhandel.

Die Personalchef*innen der Mode ketten H&M und Zara sind dafür bekannt, dass sie versuchen jegliche betriebliche Organisierung zu verhindern. Betriebsrät*innen wird mit Kündigung gedroht.

Wir müssen gegen diese Arbeiter*innen- und Frauen*feindlichen Mode-Giganten kämpfen.

Unsere Wut muss sich gegen die richten die Schuld an den schlechten Arbeitsbedingungen sind und die durch unsere Arbeitskraft immer reicher werden.

Deshalb fordern wir: Persson und Gaona die milliardenschweren Besitzer der Modeketten H&M und Zarra enteignen!

Frauen*kampf ist Klassenkampf!

Weil ihr für uns alle streikt!

Wir wollen uns mit den Kämpfen der Beschäftigten solidarisieren und ihr solltet das auch tun!

Teile des Einzelhandels gehören zu unserer lebenswichtigen Infrastruktur. Gerade im Lebensmittelbereich bedeutet Corona eher mehr Arbeit als weniger. Die Beschäftigten sind gesteigerter Belastung und gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig bedeutet Corona für die Chef*innen riesige Gewinne. So konnte z.B. der Inhaber von Lidl und Kaufland, Dieter Schwarz, innerhalb der letzten zwei Jahre einen Vermögenszuwachs um 63 Prozent feiern. Das ist Rekord in der BRD. Sein Vermögen beträgt nun satte 36,8 Milliarden US-Dollar. Dass ein Unternehmer aus dem Einzelhandel hier den Rekord hält, liegt nicht daran, dass er während der Krise besonders viel gearbeitet hätte, sondern daran dass die Arbeiter*innen im Einzelhandel bei nochmal gesteigertem Arbeitspensum, gleichbleibend miese Löhne erhalten. Diese liegen sogar unter dem Niveau, das bei 45 Jahren durchgehender Vollzeitbeschäftigung notwendig wäre, um im Rentenalter nicht in Armut leben zu müssen.

Aber auch Unternehmen wie H&M, die wegen Corona Gewinneinbußen verzeichneten, haben immer noch genug Kohle, um ihren Beschäftigten höhere Löhne zu zahlen. Der Gewinn von H&M betrug 2020 immer noch 122 Millionen Euro. Und das nicht zuletzt, weil die Angestellten mit Kurzarbeiter*innengeld versorgt werden, das aus ihren eigenen und unseren Arbeitslosenversicherungsbeiträgen finanziert wird. Es ist in unser aller Interesse, dass H&M den Gewinn an die Beschäftigten weitergibt. Denn Menschen, die für Dumpinglöhne arbeiten, sind auf Kurzarbeiter*innengeld, Aufstockung in der Rente, Wohngeld oder andere Sozialleistungen angewiesen, die aus Steuergeldern finanziert werden. Folglich zahlen alle lohnabhängigen Beschäf-tigten dafür, dass einige wenige Unternehmensbesitzer*innen auch in Krisenzeiten saftige Gewinne in ihre eigenen Taschen stecken können. Wir sind solidarisch mit den streikenden Beschäftigten im Einzelhandel, weil sie für uns als lohnabhängig Beschäftigte mitstreiken – für höhere Löhne, gegen Altersarmut und mehr Verteilungsgerechtigkeit!

Tarifkampf im Einzelhandel ist Frauen*kampf!

Der Einzelhandel ist einer der traurig-berühmten ‚Frauen*Berufe‘ – viel Arbeit, wenig Lohn. 73 Prozent der Angestellten im Einzelhandel sind Frauen*. Viele davon arbeiten nur in Teilzeit, da sie zusätzlich unbezahlte Hausarbeit und Kinderbetreuung stemmen müssen. Das drückt den Rentenanspruch zusätzlich. Die miesen Löhne im Einzelhandel tragen also vermehrt zu Armut und Altersarmut bei, die besonders Frauen* trifft. Wir solidarisieren uns also auch aus feministischen Gründen mit den Streikenden im Einzelhandel. Frauen*kampf ist Klassenkampf!

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