Solidarische Stadt bauen am Tag des öffentlichen Dienstes

Am Tag der öffentlichen Dasseinsvorsorge (23. Juni) haben wir uns als Betriebliche aus Care-Berufen, Gewerkschafter:innen und Feminist:innen den öffentlichen Raum genommen.

Ohne unsere tägliche Arbeit in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Jugendämtern, Sozialbürgerhäusern uvm. könnte ein gesellschaftliches Leben nicht funktionieren. Seit Jahren herrschen in diesen Bereichen schwierige und belastende Arbeitsbedingungen. Jetzt kommen die Kürzungen oben drauf. Wir sind am Limit!

Den Aktionspavillion nutzten wir um uns auszutauschen, zu vernetzen und Perspektiven sichtbar zu machen:

*Mit dem gemeinsamen Schreiben von Überlastungsanzeigen wurde ein Raum geöffnet die Vereinzelung zu durchbrechen, die wir im Arbeitsalltag oft erleben.

*Wir haben unsere Utopien beim Basteln einer solidarischen Stadt sichtbar gemacht: Polikliniken, vergesellschaftete Care-Arbeit, feministische Safe Spaces, kostenlose Kultur- und Sportangebote, gut ausgebauter ÖPNV und viel grün statt Individualverkehr….

Wir werden weiter aktiv sein und für ein gutes Leben für alle kämpfen!

Der Aktionspavillion war teil der Aktionswoche von der Bundesweiten feministischen Streikvernetzung. Mehr Infos dazu findet ihr hier: https://feministischerstreik.org/

Auf die Straße zum internationalen Frauen*kampftag!

Gemeinsam mit anderen Gruppen aus Süddeutschland haben wir ein Mobi-Video für den 8. März und die vielfältigen Frauen*streik-Aktionen dazu produziert. Ist sehr cool geworden, schaut es euch an!

https://www.youtube.com/watch?v=31CoDGle9RQ

Aufruf zum Block “Wenn wir streiken, steht die Welt still – Frauenkampf ist Klassenkampf!” am 8. März in München

Der Kapitalismus trifft uns Frauen* besonders hart. Frauen* erfahren neben der Ausbeutung im Lohnarbeitsverhältnis weitere besondere Formen von Unterdrückung und Ausbeutung im herrschenden System. Nicht nur, dass Frauen* weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen: Hausarbeit, Kindererziehung und Angehörigenpflege sind bloß einzelne Aspekte, die als unbezahlte Reproduktionsarbeit von Frauen* abverlangt werden.

Diese Mehrfachbelastung führt dazu, dass Frauen* durch Teilzeitarbeit  und geringe Löhne, Renten und Sozialleistungen stark von Armut betroffen sind, wodurch sie in Abhängigkeitsverhältnisse zu ihren Männern*, Familien und staatlichen Strukturen gedrängt werden.

In dieser Abhängigkeit nimmt die Frau* eine unterlegene Rolle ein und erfährt tagtäglich psychische, physische und sexualisierte Gewalt – in der Partnerschaft, in der Familie, im Job und im öffentlichen Raum. Für die Frau* als  Einzelne ist es schwer sich aus dieser strukturellen Gewalt zu befreien. Denn die Strukturen, die diese Gewalt hervorbringen, fördern und erhalten sind tief in unser System eingelassen.

Die patriarchale Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen* sind systemstabilisierende Faktoren des Kapitalismus, die durchbrochen werden müssen, um eine tatsächlich gleichberechtigte, klassenlose Gesellschaftsform zu erhalten. Der Kampf um die Befreiung der Frauen* muss deswegen auch immer ein Kampf gegen das kapitalistische System und damit Ziel der gesamten lohnabhängigen Klasse sein.

Es ist ein Kampf, den wir nur durch gemeinsame Organisierung gewinnen können. Zusammen haben wir die Stärke die Vereinzelung des Kapitalismus zu durchbrechen und das Patriarchat zu stürzen!

Als Bündnis aus linken, antikapitalistischen Gruppen werden wir am 8. März – dem internationalen Frauen*kampftag- gemeinsam auf die Straße gehen,  um für Frauen* einzustehen und Solidarität mit allen kämpfenden Frauen* dieser Welt zu zeigen. Schließt euch uns an!

Wir treffen uns am Sonntag, den 8. März 2020 um 13 Uhr am Marienplatz bei dem Banner: Wenn wir streiken, steht die Welt still – Frauen*kampf ist Klassenkampf!

Unterstützer*innen: Offenes Frauen*treffen München, Frauen*streikgruppe München, Antikapitalistische Linke München, Antifaschistischer Aufbau München, Antifa Stammtisch München, Gruppe ArbeiterInnenmacht München, SDAJ München